Kategorie: Allgemein

Netzwerkpoesie

Netzwerkstrukturen. Das ist Technik, das ist logisch. Als Beispiel, im graphischen Klartext ist ein Spanning Tree Protocol  ‘einfach’ nur das:

 

Spanning Tree Protocol

 

Aber es muss ja nicht immer Klartext sein, oder?  Denn so kann man das Ganze auch beschreiben:

Spanning Tree Protocol
Algorhyme von Radia Perlman

I think that I shall never see
a graph more lovely than a tree.
A tree whose crucial property
is loop-free connectivity.
A tree that must be sure to span
so packet can reach every LAN.
First, the root must be selected.
By ID, it is elected.
Least-cost paths from root are traced.
In the tree, these paths are placed.
A mesh is made by folks like me,
then bridges find a spanning tree.

Da soll noch mal einer sagen, Poeten würden die Logik verderben!

11 x 11 = 11

Liebe http.net-Partner,

heute am 11-11-11 finden nicht nur die meisten Hochzeiten des Jahres statt, auch wir finden, dass die ELF etwas ganz besonderes ist.
Warum?

-  Im Monat 11 hat unser Firmengründer Dean Ladwig im Jahr 1993 die Firma Comdesign gegründet.
-  Im Monat 11 wurde 1999 der Gesellschafterbeschluss gefasst, die Comdesign GmbH in die http.net Internet GmbH umzubenennen.
-  Und noch ist die im Jahr 2000 ins Handelsregister eingetragene http.net 11 Jahre alt ;-)

Für uns Grund genug, am 11-11-11 eine ganz besondere Treueaktion zu starten.
Wir verlosen eine Wochenendreise nach Berlin für 2 Personen mit 11 Überraschungen, die wir nach und nach in den nächsten Wochen bekannt geben werden.
Natürlich werden auch Berliner Gewinner ihren Spaß haben. Sie erwartet ein Aufenthalt im Hotel und es wird ungewöhnliche Orte und Dinge zu sehen geben, die ganz bestimmt auch für Berliner und Berlin-Kenner spannend sein werden.

Wer kann gewinnen?

Wir verlosen die Reise unter den
-   11 Partnern mit den meisten Neuregistrierungen
-   11 Partnern mit den meisten KKs
-   11 Partnern mit dem prozentual höchsten Wachstum
-   11 Partnern mit den besten Anregungen für unser neues Partnerweb oder unsere neue API

Ihr fragt Euch, in welchem Zeitraum dies gilt?
Wir feiern die ELF: Es gelten die nächsten 11 x 11, also 121 Tage!

Mitarbeiter und verbundene Unternehmen können leider nicht teilnehmen.

Seid gespannt auf die Programmpunkte und das Hotel! Wir freuen uns heute schon auf den Gewinner und seine Begleitung, die wir natürlich auch persönlich empfangen werden.

Es grüßt herzlich und namens des http.net -Teams,
der swopp

 

Ach herrjeh…!

Heute morgen, so gegen sechs Uhr dreißig, die morgendliche Hunderunde hinter mir und die erste Tasse Kaffee des Tages in der Hand, baut sich meine Liebste mit in die Hüfte gestemmten Armen vor mir auf:

“Unser Keller, Du weißt schon, dieses unerforschliche, weil nicht mehr betretbare Land unter unserer Wohnung – dieser Keller ist fällig am Wochenende. Hundertmal hab ich Dich schon gebeten, dass Du da Begehbarkeit herstellen sollst!”,

sagt sie.

“Ach herrjeh!”,

denke ich und setze zum Sprechen an, doch:

“Nimm Dir ein Beispiel am Müller von gegenüber, Du weißt schon, der bis diesen Sommer über uns gewohnt hat und nach gegenüber gezogen ist. Der hat so’n schnieken Garten und puttelt da immer rum. Der hat garantiert auch seinen Keller top in Schuss!”,

prasselt es auf mich ein.

“Müllers Haus ist nicht unterkellert”,

wende ich matt ein.

“Ist doch egal, dann eben seine Garage!”,

peitscht es zurück.
Ich nutze die nun naturgegebenermaßen eintretende Atempause meiner Liebsten

“Schatz, wann warst Du denn das letzte Mal in unserem Keller?”,

sondiere ich vorsichtig

“25 Zentimeter habe ich mich hineinarbeiten können am vergangenen Freitag!”,

kommt es mit frischer Atemluft heftigst zurück.

“Na dann habe ich gute Nachrichten für Dich”,

fahre ich ihr aus reinem Selbstschutz in die Parade.

“Ich habe am letzten Wochenende, als Du Deine Eltern besuchtest, im Keller aber sowas von Ordnung geschafft, auf dem Rückweg vom Recyclinghof Deinen Wagen komplett gereinigt, gewachst und motorgewaschen und dann noch Müllers neuen Rasenmäher bewundert – VOR seiner Garage, denn in die kommt auch keiner mehr rein!”

“Ohh…”,

meint sie da nur.

Jepp: Ball, Satz und Sieg!

Jetzt aber mal Butter bei die Fische, meine lieben http.net-Partner landauf und landab! In unserer Umfrage vom Juli habt Ihr ja nicht gezögert, die Finger in jede unserer Wunden zu legen. Das tat weh, aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, bereits ordentlich entrümpelt und auch schon reichlich neue Möbelstücke in unserer Bude platziert, die ja auch die Eure ist. Wenn ich nun aber tagtäglich mit Partnern telefoniere und das Gespräch auf neu eingeführte Features und Funktionen bei http.net kommt, sehe ich regelrecht die großen erstaunten Augen vor mir: “Newsletter? – Nö, nicht gelesen.” “Blog? – Hab ich keine Zeit für.” “Facebook? – Mach ich nicht.” “Twitter? – Kenn ich nicht.” Also wirklich, Leute! Wir können auch gern noch eine Mailingliste einrichten, aber bei Brieftauben und reitenden Boten ist Schluss. Bevor Ihr also das nächste Mal über den Rumpelkeller von http.net lästert, schaut mal in unseren blog.http.net. Da stehen alle Neuigkeiten zeitnah drin. Oder einmal im Monat im Newsletter dann gebündelt.

Und wenn der nette Nachbar von gegenüber, der, der noch bis Sommer bei uns gewohnt hat, bei Euch über seinen schnieken Garten schwadroniert, lasst Euch erst mal seine Garage zeigen.

So, ich mache jetzt Feierabend und lass mich von meiner Liebsten bei klassischer Musik als großer Kellerbefreier feiern ;-)

Und Ihr so am Wochenende?

Schöne Grüße,
der swopp

 

Die Sache mit der Tasse

Neulich habe ich mir eine Tasse gekauft. So eine schöne große, mit buntem Aufdruck. Daraus kann ich ja nun trinken, was ich will. Meine Mutter würde zu Kräutertee raten, meistens trinke ich aber doch Kaffee. Ich könnte aber auch Brause, Wasser oder sogar Schnaps daraus trinken. Oder ich könnte sie zum Erfinden neuer Mixgetränke nutzen. Auf Nachfrage hat mir der Tassenverkäufer versichert, dass ihm das völlig egal sei, Hauptsache die Tasse sei verkauft.

Die meisten Leute trinken Kaffee aus diesen Tassen. Es trinken derartig viele Leute diesen Kaffee, dass die Kaffeefabrik nun schon so groß und mächtig geworden ist, dass sie sogar Anteile an der Tassenfabrik gekauft hat. Und der Tassenfabrikant weiß auch, dass er ohne den großen Erfolg des Kaffeeherstellers nicht so viele Tassen verkaufen könnte, also muss er sich mit ihm gut stellen.

Nun hat mir der Kaffeehersteller geschrieben, dass er sich ja doch Gedanken um meine Gesundheit mache, immerhin könnte mir jemand etwas Ungutes in den Kaffee mischen und ich könne ja auch nie sicher sein, dass guter Kaffee in meiner Tasse wäre, wenn jeder Hergelaufene alles mögliche in die Tasse füllen könne. Er habe sich daher mit dem Tassenhersteller zusammengesetzt und eine ganz neuartige Beschichtung entwickelt, die bewirken könne, dass man nur noch den hochwertigen Kaffee des Kaffeeherstellers aus so einer Tasse trinken könne. Jede andere Flüssigkeit würde im Bruchteil einer Sekunde verdampfen und so könne man sicher sein, immer den guten Kaffee in der Tasse zu haben, wenn nur erst alle Tassen mit der Beschichtung versehen seien.

Die Tasse

Ich fand das eigentlich vernünftig, denn schließlich können heutzutage nur noch Experten wirklich gute und schlechte Getränke unterscheiden. Allerdings würde ich dann keine Brause mehr trinken können, was schade wäre, und etwas ungerecht gegenüber den anderen Getränkeherstellern kam mir das auch vor. Auf Nachfrage versicherten mir Kaffee- und Tassenhersteller jedoch, dass man natürlich auch zukünftig noch einige andere Getränke aus den Tassen würde trinken können, eine Liste der zulässigen Getränke sei bereits in Arbeit. Ein Fachmann würde die Beschichtung wahrscheinlich sogar deaktivieren können, jedenfalls könne man sich gegen Aufpreis eine Deaktivierung der Beschichtung einrichten lassen. Na also, ist doch eine tolle Idee, oder?

Ein ähnlicher Fall ist dieser.

Also, #OccupyYourHardware und: Stand up for your freedom to install free software! ;)

Verisign will aufräumen

Unser Internet soll schöner werden! Da muss man mal ordentlich durchfegen. Also wer meldet sich freiwillig?

Juhu! Verisign, die Registry für COM- und NET-Domains, hat schon einen großen Besen bei der ICANN beantragt:
http://www.icann.org/en/registries/rsep/verisign-com-net-name-request-10oct11-en.pdf

Dort heißt es:

“Various law enforcement personnel, around the globe, have asked us to mitigate domain name abuse, and have validated our approach to rapid suspension of malicious domain names, [...]”

Aha, law enforcement personnel around the globe? Ja, das sind also diese braven amerikanischen Staatsanwälte, nicht wahr, also diese gutaussehenden Jungs mit den kantigen, entschlossenen Gesichtern, die konsequent gegen Spammer, Phisher und andere Subjekte vorgehen. Die machen sicher einen guten Job.

Schön ist vor allem, dass die guten Jungs immer genau wissen, wer auf welcher Seite steht und welche die richtige ist. Sie programmieren einfach einen Malware-Scanner, der zwischen gut und böse unterscheiden kann, das ist also quasi der Apfel vom Baum der Erkenntnis 2.0. Zusätzlich werden sie wohl eine Hotline unterhalten, auf der Polizisten und verwandte Berufsgruppen aus aller Welt anrufen und die Abschaltung dieser oder jener Domain verlangen können. Ob jetzt z.B. chinesische Internetaufseher, iranische Religioswächter oder Beamte im Dienste eines nordafrikanischen Diktators gerade zu den Guten oder den Bösen gehören, steht ja in der Zeitung.

Ja, und das Tolle ist, wir sprechen hier von einem Pilotprojekt, das Schule machen soll:

Numerous registrars have expressed interest in Verisign’s malware scanning service [...]

Ich sehe da kein Problem, denn was Malware ist, hat Verisign definiert. Außer, wenn nun jemand den Bayerischen Staatstrojaner auf einer COM-Domain zum Download anbietet, dann wird es irgendwie doch noch kompliziert … ;)

Verisign is offering pilot scans to test the configuration ensuring web servers will not be impacted.

Also – Server startklar machen, wenn die Scanner kommen!


update 2011/10/14

Na sowas, kurz nach Veröffentlichung des Beitrags ist Verisign zurückgerudert:
Verisign Anti-Abuse Domain Use Policy // Withdrawn

Auf ein so nachhaltiges Feedback hatten wir ja nicht zu hoffen gewagt 8-)