Kategorie: Mail

Für alles gerüstet

Bei unserer kleinen Schwester Knallhart Marketing GmbH haben wir es überwiegend mit Endkunden zu tun, die sich manchmal mit all den technischen Dingen etwas schwer tun.

Nicht so $KUNDE von neulich, der einen Authcode für seine Domain haben wollte. Er bat um Zusendung an die Adresse kunde@[domain].

“Tut mir leid”, erwiderte der Kollege vom Support, “an diese Adresse kann ich ihn leider nicht schicken, bei uns ist nur die Adresse info@[domain] hinterlegt.”

“Kein Problem”, sagte darauf $KUNDE, “dann mach ich nur schnell den anderen Computer an.”

:-D

Über Catch-all und Mailserverhygiene

http.net-Kunden und insbesondere die Nutzer unserer Mailservices wissen: Der http.net-Mailserver mail.routing.net ist ein sehr gut gewartetes und weitgehend spamfreies System. Dafür nehmen unsere Kunden auch mitunter eine strenge Anwendung von RBLs (Realtime Blackhole List) und Spamlisten in Kauf.

Umso erstaunter waren wir, als wir kürzlich feststellen mussten, dass wir selbst auf zwei Spamlisten eingetragen waren. Wie konnte es dazu kommen?

Bereits vor über einem Jahr haben wir begonnen, die Einrichtung von Catch-all-Konten nicht mehr zuzulassen und diese Möglichkeit ausschließlich für Bestandskunden aufrecht zu erhalten.

Der Grund: Catch-all-Adressen sind nicht nur Ziel von Spammern, die ihre Mails wahllos an irgendwas@domain.de senden, sondern auch die vermeintlichen Absender sind betroffen, denn die Angaben in Spam-Mails sind in aller Regel gefälscht.

Spammer nutzen dafür frei erfundene Absenderadressen aus existierenden Domains. In der Folge verstopfen Rückläufer wie Fehlermeldungen von Mailservern die Postfächer der angeblichen Absender. Im Extremfall kann die Zahl der eintreffenden Rückläufer an einem Tag in die Hunderttausende gehen und den Mailserver lahmlegen.

Ist für die entsprechende Domain ein Catch-all-Konto eingerichtet, werden diese Mails nicht abgewiesen, sondern an die dort eingetragene Adresse weitergeleitet. Nicht selten befindet sich diese aber gar nicht mehr auf unserem Mailserver sondern bei einem externen Mailanbieter wie GMX, web.de oder Yahoo – der folgerichtig eine Zustellung von Spam von unserem Server registriert und unsere IP-Adresse an die RBL seiner Wahl meldet.

Wozu aber benötig man überhaupt Catch-all-Konten? Sinnvoll sind diese, um Tippfehler bei der Eingabe der E-Mail-Adresse abzufangen. Viele Unternehmen möchten sicher stellen, dass alle E-Mails ihrer Kunden oder potenziellen Kunden, eben auch die mit Tippfehlern, zugestellt werden können.

Gibt es eine Alternative? Wie kann man „Einweg“-E-Mail-Adressen vergeben oder mögliche Tippfehler bei der Eingabe abfangen?

Im http.net-Webmailer bieten wir Ihnen eine Lösung: Neben der Einsortierung in das Postfach und der Weiterleitung Ihrer Mails haben Sie die Möglichkeit, für jedes E-Mail-Konto eine beliebige Anzahl Aliase anzulegen. Auf diese Weise können Sie im Handumdrehen eine E-Mail-Adresse anlegen und wieder löschen, ohne ein E-Mail-Konto anlegen zu müssen.

Wir tun alles für Ihre Erreichbarkeit, unterstützen Sie uns, indem Sie ein bisschen Mailhygiene betreiben und alle Catch-all-Konten aufgeben und stattdessen Aliase anlegen.

Nur so können wir verhindern, erneut auf Spamlisten zu landen und mehrere Tage mit der Bitte um Freigabe unserer IP-Adressen zu verbringen.